In Homburg soll am Marktplatz ein Mahnmal errichtet werden

Nächste Woche soll in Homburg der Entwurf für ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus vorgestellt werden. Das Mahnmal soll am Marktplatz Richtung Karlsbergstraße am ehemaligen Aufgang zur Synagoge aufgestellt werden.

Jahrelang hat sich Izhak Hirsch um dieses Anliegen bemüht, um an seine Großeltern und all andere Menschen aus Homburg zu erinnern, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind und in die Konzentrationslager verschleppt wurden. Seine beharrliche Geduld hat sich gelohnt, denn nun will die Stadt das Projekt endlich umsetzen.

Der Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales wird sich in seiner Sitzung nächste Woche weiter mit dem Thema auseinandersetzen. Homburgs Kulturamtsleiter Klaus Kell wird dort einen Entwurf für das Mahnmal vorstellen, der vom Künstler Klaus Glutting vorgeschlagen wird. Das Mahnmal soll etwa zwei Meter breit und an der höchsten Stelle 1,80 Meter hoch werden. Es sind sieben unterschiedlich hohe Stelen vorgesehen, die an den siebenarmigen Leuchter, die Menora, erinnern. Diese ist eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums. Gewidmet wird das Mahnmal dem Gedenken an alle deportierten und ermordeten Opfer des Nationalsozialismus, an alle von dem Regime Verfolgten und auch an die unbekannten Helfer und Retter. Man diskutiert noch darüber, ob die Namen der Opfer auch einzeln aufgeführt werden sollen. Man ist sich aber einig über den Standort an der Ecke, wo sich Klosterstraße und Saarbrücker Straße treffen, gegenüber dem alten Storchen am Marktplatz.

Izhak Hirsch wurde schriftlich über den Fortschritt des Themas Mahnmal und die kommende Sitzung auf dem Laufenden gehalten, allerdings hat er selbst die neuen Entwürfe von Glutting noch nicht gesehen. Ihm liegt aber ein Entwurf vom letzten Jahr vor. Er ist froh, dass nach seinen wiederholten Anfragen über viele Jahre hinweg endlich etwas geschieht, und er hofft wegen seinem eigenen fortgeschrittenen Alter auf baldige Umsetzung der Pläne, damit er das Mahnmal vielleicht doch noch zu seinen Lebzeiten zu sehen bekommt.

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